HaseEnergie beteiligt sich an Stromnetzgesellschaft des LKOS
9. Januar 2020
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Neuausrichtung im Vertrieb von Strom und Gas

PV-Anlage der HaseEnergie auf dem Dach eines Neubaus der HaseWohnbau

PV-Anlage der HaseEnergie auf dem Dach eines Neubaus der HaseWohnbau

Die HaseEnergie GmbH bietet künftig Strom- und Gasprodukte von mehreren Anbietern an und kann den Kunden damit eine größere Vielfalt als bisher anbieten. Bisher hat die HaseEnergie ausschließlich Produkte der Rhenag aus Köln vermittelt. Diese Zusammenarbeit war auf 5 Jahre angelegt und endet am 30.05.2020. In den letzten Monaten hat die HaseEnergie intensiv geprüft, ob sich der Aufbau von eigenen Produkten und eines eigenen Einkaufs von Strom und Gas lohnt. Aufgrund der hohen einmaligen Kosten sind Geschäftsführer Horst Baier und Vertriebsleiter Jan Wojtun zu dem Ergebnis gekommen, einen anderen Weg zu beschreiten und den Bürgern und Bürgerinnen in der Region bei der Auswahl des passenden Energieversorgers Beratung und Unterstützung anzubieten. „Der Energiemarkt ist stark im Wandel und verlagert sich beim Vertrieb immer mehr ins Internet. Die Internetportale haben aber ihre Tücken, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wir bieten in Zukunft Angebote wie in einem Internetportal, aber mit seriösen Partnern und Beratung. Dies ist ein echter Mehrwert für die Kunden“, ist sich Baier sicher. Er sieht es auch als eine wichtige Aufgabe an, den Menschen ohne Interneterfahrung Angebote zu machen. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass viele Menschen keinen Zugang zu günstigen Angeboten haben“, findet Baier. Er weist darauf hin, dass sich die gängigen Internetportale die Aufnahme von Anbietern bezahlen lassen und oft die Anbieter oben auf der Trefferliste platzieren, die aktuell die besten Provisionen zahlen. Es gibt viele Anbieter mit Lockangeboten, die auf die Trägheit der Verbraucher setzen. Wer nach einem Jahr nicht wieder kündigt, zahlt oft mehr als nötig.
Wojtun freut sich über die breitere Produktpalette. „Wir haben jetzt alles im Angebot, was sich Kunden wünschen können. Vom Wärmestrom über Ökostrom bis hin zu speziellen Angeboten für Gewerbebetriebe und über alle Laufzeiten. Und wir bieten Beratung in den Servicebüros in Ankum und Bersenbrück.“
Baier möchte auch die Partnerschaft mit der Rhenag fortsetzen, aber nicht mehr exklusiv. Es sollen künftig über ein Internetportal auch Produkte mit dem eigenen Markennamen angeboten werden.
Insgesamt hat sich die HaseEnergie GmbH erfreulich entwickelt. „Wir planen mit einem Überschuss in 2020 von 764.250 €, der sich durch die Beteiligung an der Kreisnetzgesellschaft stark erhöht hat. Die Entscheidung zur Gründung der HaseEnergie beschert der Samtgemeinde damit in der Zukunft einen Gewinn von vielen Millionen. Der Vertrieb wird mit der neuen Ausrichtung bereits in 2020 einen positiven Deckungsbeitrag aufweisen.
Der Ausbau von Photovoltaikanlagen läuft ebenfalls sehr gut. Mittlerweile sind 64 Anlagen in Betrieb, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Künftig können Kunden auch selbst investieren und von den günstigen Einkaufskonditionen der HaseEnergie profitieren. In Gebäuden der HaseWohnbau wird erstmalig in der Region ein Mieterstrommodell angeboten. Die Mieter können damit direkt den Strom vom eigenen Hausdach kaufen und damit Geld sparen.
Wojtun weist noch auf das Angebot für Gewerbebetriebe zur Anschaffung von Energieeinsparzählern hin. Damit können Unternehmen oder auch sonstige Organisationen wie Kommunen ihre Energieverbräuche analysieren und besser steuern. Bei Erfolg locken Zuschüsse aus einem Förderprogramm. „Heute reicht es nicht mehr, nur günstig Energie einzukaufen. Wer sich beim Klimaschutz engagieren will, muss dafür auch die Instrumente haben“, stellt Wojtun klar.

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