Pressebericht: Bersenbrücker Kreisblatt  17.01.2019 von Martin Schmitz

Wenn die Heizung den Wetterbericht liest  

Bersenbrück: Hase-Energie vertreibt Entwicklung aus Vechta

 

Samtgemeinde Bersenbrück

Bersenbrück. Die Hase-Energie und ihr Partner Red Kilowatt aus Vechta bringen Heizungen bei, den Wetterbericht zu lesen. Bis zu 20 Prozent Ersparnis bringt ihre ClimaCloud, sagen sie. Bei größeren Anlagen macht sie sich von selbst bezahlt.

Die ClimaCloud ist ein unauffälliger Kasten. Er wird der Heizung vorgeschaltet, erläutert Jan Wojtun von der Hase-Energie GmbH der Samtgemeinde Bersenbrück. Um ihn zu montieren, muss man also nicht in die Technik der Heizung eingreifen und womöglich dadurch die Garantie außer Kraft setzen.

Wie der Kasten funktioniert, erklärt Wojtun folgendermaßen: Die meisten Heizungen werden mittlerweile über Temperaturfühler gesteuert. Stellt der Fühler zum Beispiel morgens eine Außentemperatur von drei Grad fest, fährt die Heizung hoch, weil an einem kalten Wintertag viel Wärme gebraucht wird.

Doch in der Zwischenperiode zwischen Winter und Frühjahr könnte die Temperatur mittags auf zwölf oder 15 Grad steigen. Dann wäre mehr Wärme im Kessel, als gebraucht wird, ein Teil der Energie verpufft. An dieser Stelle setzt die ClimaCloud an. Sie bezieht nämlich die aktuelle Wetterprognose mit ein. „Die Daten kommen von einem Schweizer Unternehmen,“ erläutert Günther Schlotmann von Red Kilowatt. Die Schweizer arbeiten auch für große Energieunternehmen, sagen Windmenge und Zahl der Sonnenstunden voraus. Mit diesen Daten planen die Energieerzeuger dann den Einsatz ihrer Kraftwerke. Die Zahlen seien „präziser als eine Wetter-App“, so Schlotmann.

Klimaschutz

Die Technik hat Schlotmann mit einer Förderung aus dem Programm „Einsparzähler“ des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt, etwas Vergleichbares gäbe es noch nicht auf dem Markt.

Jan Wojtun fasziniert, was der kleine Kasten sonst noch kann. Er sammelt Daten über den Verbrauch, bereitet sie so auf, dass Einsparpotenziale zu erkennen sind. „ClimaCloud visualisiert die Wärmeströme,“ sagt Wojtun. Die Samtgemeinde Bersenbrück hat das Gerät in ihrem Rathaus in Bersenbrück getestet. Das wird mit Fernwärme beheizt, hat aber für alle Fälle auch noch einen Gasanschluss. Wojtun wunderte sich über den hohen Gasverbrauch, den das Gerät ermittelt hatte. Ein Einstellungsproblem, stellte sich heraus. Nach dem Austausch einer Pumpe war es behoben.

In einem anderen Fall stellte sich heraus, dass Heizung und Klimaanlage nicht aufeinander abgestimmt waren, was den Verbrauch unnötig in die Höhe trieb.

Mit dem Gerät könnte man sogar einen spürbaren Beitrag zur Einhaltung von Klimaschutzzielen leisten, sagt Wojtun. Bis 2050 will die Region den Kohlendioxidausstoß um 95 Prozent zu reduzieren, liegt aber hinter ihrem Zeitplan zurück.

Bei einem Eigenheim würde es allerdings ziemlich lange dauern, bis sich die Anschaffung amortisiert hat. Finanziell interessant wird die ClimaCloud ab einem Verbrauch von 100000 Kilowattstunde Gas im Jahr. Bei einem öffentlichen Gebäude wie einem Krankenhaus könnte sich die Investition sogar „binnen Stunden bezahlt machen“, so Wojtun.

Für die Anschaffung gibt es sogar einen Zuschuss. Bis 15 Prozent der Kosten übernimmt ein Programm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Schlotmann entwickelt seinen kleinen Kasten ständig weiter. Auf der Messe E-World Anfang Februar in Essen will er eine verbesserte Software vorstellen, die Energieberichte schreiben kann nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung Enev und sogar Energieausweise. Sie ermittelt das Einsparpotenzial von Liegenschaften und bietet eine Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik.

Ihr Ansprechpartner bei der HaseEnergie ist Herr Angelo Böning – Telefon: 05439-433-98-98 oder der Vertriebsleiter Herr Jan Wojtun

Pressebericht: Bersenbrücker Kreisblatt  17.01.2019 von Martin Schmitz

Wenn die Heizung den Wetterbericht liest  

Bersenbrück: Hase-Energie vertreibt Entwicklung aus Vechta

 

Samtgemeinde Bersenbrück

Bersenbrück. Die Hase-Energie und ihr Partner Red Kilowatt aus Vechta bringen Heizungen bei, den Wetterbericht zu lesen. Bis zu 20 Prozent Ersparnis bringt ihre ClimaCloud, sagen sie. Bei größeren Anlagen macht sie sich von selbst bezahlt.

Die ClimaCloud ist ein unauffälliger Kasten. Er wird der Heizung vorgeschaltet, erläutert Jan Wojtun von der Hase-Energie GmbH der Samtgemeinde Bersenbrück. Um ihn zu montieren, muss man also nicht in die Technik der Heizung eingreifen und womöglich dadurch die Garantie außer Kraft setzen.

Wie der Kasten funktioniert, erklärt Wojtun folgendermaßen: Die meisten Heizungen werden mittlerweile über Temperaturfühler gesteuert. Stellt der Fühler zum Beispiel morgens eine Außentemperatur von drei Grad fest, fährt die Heizung hoch, weil an einem kalten Wintertag viel Wärme gebraucht wird.

Doch in der Zwischenperiode zwischen Winter und Frühjahr könnte die Temperatur mittags auf zwölf oder 15 Grad steigen. Dann wäre mehr Wärme im Kessel, als gebraucht wird, ein Teil der Energie verpufft. An dieser Stelle setzt die ClimaCloud an. Sie bezieht nämlich die aktuelle Wetterprognose mit ein. „Die Daten kommen von einem Schweizer Unternehmen,“ erläutert Günther Schlotmann von Red Kilowatt. Die Schweizer arbeiten auch für große Energieunternehmen, sagen Windmenge und Zahl der Sonnenstunden voraus. Mit diesen Daten planen die Energieerzeuger dann den Einsatz ihrer Kraftwerke. Die Zahlen seien „präziser als eine Wetter-App“, so Schlotmann.

Klimaschutz

Die Technik hat Schlotmann mit einer Förderung aus dem Programm „Einsparzähler“ des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt, etwas Vergleichbares gäbe es noch nicht auf dem Markt.

Jan Wojtun fasziniert, was der kleine Kasten sonst noch kann. Er sammelt Daten über den Verbrauch, bereitet sie so auf, dass Einsparpotenziale zu erkennen sind. „ClimaCloud visualisiert die Wärmeströme,“ sagt Wojtun. Die Samtgemeinde Bersenbrück hat das Gerät in ihrem Rathaus in Bersenbrück getestet. Das wird mit Fernwärme beheizt, hat aber für alle Fälle auch noch einen Gasanschluss. Wojtun wunderte sich über den hohen Gasverbrauch, den das Gerät ermittelt hatte. Ein Einstellungsproblem, stellte sich heraus. Nach dem Austausch einer Pumpe war es behoben.

In einem anderen Fall stellte sich heraus, dass Heizung und Klimaanlage nicht aufeinander abgestimmt waren, was den Verbrauch unnötig in die Höhe trieb.

Mit dem Gerät könnte man sogar einen spürbaren Beitrag zur Einhaltung von Klimaschutzzielen leisten, sagt Wojtun. Bis 2050 will die Region den Kohlendioxidausstoß um 95 Prozent zu reduzieren, liegt aber hinter ihrem Zeitplan zurück.

Bei einem Eigenheim würde es allerdings ziemlich lange dauern, bis sich die Anschaffung amortisiert hat. Finanziell interessant wird die ClimaCloud ab einem Verbrauch von 100000 Kilowattstunde Gas im Jahr. Bei einem öffentlichen Gebäude wie einem Krankenhaus könnte sich die Investition sogar „binnen Stunden bezahlt machen“, so Wojtun.

Für die Anschaffung gibt es sogar einen Zuschuss. Bis 15 Prozent der Kosten übernimmt ein Programm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Schlotmann entwickelt seinen kleinen Kasten ständig weiter. Auf der Messe E-World Anfang Februar in Essen will er eine verbesserte Software vorstellen, die Energieberichte schreiben kann nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung Enev und sogar Energieausweise. Sie ermittelt das Einsparpotenzial von Liegenschaften und bietet eine Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik.

Ihr Ansprechpartner bei der HaseEnergie ist Herr Angelo Böning – Telefon: 05439-433-98-98 oder der Vertriebsleiter Herr Jan Wojtun

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